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Berühmte Menschen scheiterten: 47 inspirierende Storys

Scheitern ist keine Ausnahme im Leben großer Persönlichkeiten – es ist der Regelfall. Wenn man die Biografien von Einstein, Edison, J.K. Rowling oder Abraham Lincoln genauer betrachtet, taucht dasselbe Muster immer wieder auf: Ablehnung, Rückschlag, Neuanfang. Der entscheidende Unterschied zwischen ihnen und anderen liegt nicht in der Abwesenheit von Misserfolg, sondern im Umgang damit. Dieser Artikel beleuchtet konkrete historische Wendepunkte – und was sich daraus für jeden ableiten lässt.

Inhaltsverzeichnis

Kurz zusammengefasst

  • Fast alle großen Persönlichkeiten erlebten vor ihrem Durchbruch schwere Rückschläge.
  • Ablehnung, Entlassung und Bankrott gehörten für viele zum Weg nach oben.
  • Resilienz, Selbstreflexion und eine Wachstumsmentalität sind nachweislich entscheidend.
  • Scheitern ist kein Gegenteil von Erfolg – sondern oft dessen Voraussetzung.
Wichtiger Hinweis: Alle biografischen Angaben in diesem Artikel basieren auf verbreiteten historischen Quellen und Aussagen der Personen selbst. Manche Zahlen (z. B. Edisons Versuche) sind schwer exakt zu belegen und variieren je nach Quelle – sie dienen hier primär als illustrative Größenordnung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Thomas Edison soll bis zu 10.000 Versuche unternommen haben, bevor die Glühbirne funktionierte.
  • J.K. Rowling wurde von 12 Verlagen abgelehnt, bevor Harry Potter erschien.
  • Abraham Lincoln verlor mehrfach Wahlen – bevor er US-Präsident wurde.
  • Steve Jobs wurde bei Apple gefeuert – und kam elf Jahre später als CEO zurück.
  • Colonel Sanders war über 60 Jahre alt, als er KFC aufbaute.
„Die meisten Menschen, die ich im Coaching begleite, glauben, ihr Scheitern sei einzigartig – ein persönliches Versagen. Wenn ich ihnen dann die Geschichte von Lincoln oder Rowling erzähle, ändert sich etwas im Raum. Nicht weil Vergleiche trösten, sondern weil Muster sichtbar werden. Und Muster lassen sich verstehen.“
Dr. Mara Stein
Organisationspsychologin und Karriereberaterin mit über 15 Jahren Erfahrung in der Resilienzforschung. Arbeitet mit Führungskräften und Gründern in Berlin und Zürich.

Was bedeutet Scheitern im Leben berühmter Menschen wirklich?

Scheitern bedeutet für Berühmtheiten selten das endgültige Aus – sondern meist eine Neuausrichtung, erzwungen durch äußere Umstände oder eigene Fehler.

Wer die Lebensläufe bekannter Persönlichkeiten aufblättert, stößt schnell auf einen unbequemen Befund: Der geradlinige Aufstieg ist die Ausnahme. Walt Disney war bankrott. Steve Jobs wurde rausgeworfen. Van Gogh verkaufte zu Lebzeiten kaum ein Bild. Das macht ihre Geschichten nicht romantischer – aber ehrlicher.

Was Scheitern in diesen Biografien besonders interessant macht: Es verändert die Richtung, nicht die Energie. Menschen wie Edison oder Lincoln schienen Misserfolge nicht als Beweis ihrer Unfähigkeit zu werten, sondern als Datenpunkte. Das klingt nüchtern – und ist es auch. Erfolg entsteht selten aus Begeisterung allein.

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Warum inspirieren uns Geschichten über das Scheitern Erfolgreicher so sehr?

Weil sie das Narrativ durchbrechen, Erfolg sei das Ergebnis besonderer Begabung – und uns zeigen, dass Persistenz mehr zählt als Talent.

Es gibt einen psychologischen Grund, warum diese Geschichten viral gehen: Sie senken die Hemmschwelle. Wenn selbst Rowling abgelehnt wurde, fühlt sich die eigene Ablehnung weniger final an. Psychologen nennen das „normative Validation“ – das Wissen, dass andere denselben Weg gegangen sind.

Expert Insight

Studien zur Selbstwirksamkeit (Bandura, 1997) zeigen: Menschen, die Vorbilder mit ähnlichen Misserfolgen kennen, zeigen höhere Durchhaltequoten bei eigenen Rückschlägen. Das Lesen von Resilienz-Narrativen ist also kein bloßer Konsum – es verändert neuronal die Erwartungshaltung.

Welche berühmten Unternehmer scheiterten vor ihrem Durchbruch?

Walt Disney, Henry Ford, Steve Jobs und Elon Musk erlebten allesamt frühe Unternehmensinsolvenzen oder Entlassungen – bevor sie ihre prägenden Firmen aufbauten.

Henry Ford gründete die Detroit Automobile Company im Jahr 1899 – sie scheiterte binnen zwei Jahren. Danach folgte die Henry Ford Company, die er verlassen musste. Erst mit Ford Motor Company (1903) entstand das Fundament für seinen späteren Welterfolg. Ford selbst kommentierte das einmal trocken: „Versagen ist nur die Gelegenheit, es beim nächsten Mal klüger anzugehen.“

Wie viele Versuche brauchte Thomas Edison für die Glühbirne?

Edison soll zwischen 1.000 und 10.000 Versuche unternommen haben – die genaue Zahl variiert, das Prinzip dahinter bleibt dasselbe: systematisches Ausschlussprinzip.

Edisons berühmte Aussage – er habe nicht versagt, sondern 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren – ist möglicherweise leicht überliefert. Doch das Prinzip ist real: Er testete über 6.000 Materialien für den Glühfaden. Was sein Labor auszeichnete, war kein Genie, sondern Methodik. Scheitern war Protokoll, nicht Trauma.

Warum wurde Steve Jobs bei Apple gefeuert – und wie kam er zurück?

Jobs wurde 1985 nach einem internen Machtkampf mit dem damaligen CEO John Sculley vom eigenen Board entlassen. 1997 kehrte er als CEO zurück und rettete Apple vor der Insolvenz.

Die Ironie dieser Geschichte ist fast zu groß für einen Roman: Jobs wurde aus dem Unternehmen gedrängt, das er selbst gegründet hatte. Was folgte, war kein stilles Verschwinden – er gründete NeXT und erwarb Pixar. Als Apple 1997 kurz vor dem Bankrott stand, kaufte das Unternehmen NeXT – und holte damit Jobs zurück. Die folgenden Jahre brachten iMac, iPod, iPhone.

Jobs beschrieb seinen Rauswurf später als das Beste, was ihm je passiert sei. Nicht weil Entlassung schön ist, sondern weil er in dieser Pause lernte, was er bei Apple nie hätte lernen können. Das ist keine Rationalisierung im Nachhinein – NeXT war für ihn eine echte Schule der Niederlage.

Welche Rückschläge erlebte Walt Disney?

Disney wurde als Journalist gefeuert, seine erste Animationsfirma meldete Insolvenz an – bevor er mit Micky Maus den Durchbruch schaffte.

Wer heute im Disney-Universum aufwächst, ahnt kaum, dass hinter dem Logo ein Mensch steckt, der mehrfach gegen die Wand gefahren ist. Eine Zeitung entließ Disney mit der Begründung, er habe zu wenig Fantasie. Kurz danach verlor er die Rechte an seiner ersten Figur Oswald the Lucky Rabbit an seinen Produzenten. Micky Maus entstand aus dieser Niederlage heraus – buchstäblich.

Wie viele Ablehnungen erhielt J.K. Rowling für Harry Potter?

Rowling erhielt zwölf Absagen von Verlagen, bevor Bloomsbury das Manuskript annahm – mit einer Auflage von zunächst nur 500 Exemplaren.

Rowlings Situation vor dem Erfolg war nicht bloß „schwierig“ – sie war objektiv ernst. Alleinerziehend, von staatlicher Unterstützung lebend, ohne feste Arbeit. Sie schrieb in Cafés, weil die Wohnung zu kalt war. Zwölf Verlage lehnten ab. Der dreizehnte nahm das Buch an – allerdings auf Empfehlung der achtjährigen Tochter des Verlegers, die nicht aufhören wollte zu lesen.

Welche Wissenschaftler galten zunächst als Versager? War Einstein wirklich schlechter Schüler?

Einstein war kein schlechter Schüler – dieser Mythos ist weitgehend falsch. Er scheiterte jedoch bei der Aufnahmeprüfung an der ETH Zürich und hatte jahrelange Schwierigkeiten, eine akademische Stelle zu finden.

Die populäre Geschichte vom lernunfähigen Einstein ist eine Vereinfachung. Er war in Mathematik und Physik exzellent – in anderen Fächern weniger. Was stimmt: Die ETH Zürich lehnte ihn beim ersten Versuch ab. Danach arbeitete er jahrelang im Patentamt in Bern, während er seine theoretischen Arbeiten nebenher entwickelte. Die Relativitätstheorie entstand nicht trotz dieser Phase – möglicherweise auch wegen ihr.

Wie oft wurde Michael Jordan aus seinem Team ausgeschlossen?

Jordan wurde als Jugendlicher nicht ins Varsity-Team seiner Highschool aufgenommen – eine Ablehnung, die er selbst als seinen stärksten Antrieb bezeichnete.

Diese Geschichte kennen viele – aber kaum jemand kennt Jordans eigene Beschreibung davon. Er sagt, er sei nach Hause gegangen und habe geweint. Dann habe er trainiert. Nicht einmal, nicht zehn Mal – er baute seinen gesamten professionellen Ethos auf diesem Moment auf. Seine berühmteste Aussage dazu: „Ich habe mehr als 9.000 Würfe verfehlt. Ich habe fast 300 Spiele verloren. Und genau deshalb habe ich gewonnen.“

Wie oft wurde Oprah Winfrey abgelehnt – und warum wurde sie gefeuert?

Winfrey wurde als Nachrichtenmoderatorin gefeuert, weil sie angeblich „zu emotional“ für Nachrichten sei. Dieser Rauswurf führte sie direkt in das Talkshow-Format, das sie weltberühmt machte.

Es gibt eine gewisse Ironie darin, dass Winfreys größte Stärke – ihre Empathie – zunächst als Schwäche bewertet wurde. Die Entlassung bei WJZ-TV in Baltimore war demütigend. Sie wurde in eine Morgenshow abgeschoben, die niemand sehen wollte. Innerhalb eines Jahres hatte die Show die höchsten Einschaltquoten der Stadt. Das ist kein Hollywood-Drehbuch – das ist ihre tatsächliche Karriere.

Wurde Elvis Presley abgelehnt? Wie viele Plattenfirmen lehnten die Beatles ab?

Elvis wurde nach einem frühen Auftritt als ungeeignet für Country-Musik bezeichnet. Die Beatles erhielten 1962 von Decca Records eine Absage mit der Begründung, Gitarrengruppen seien out.

Decca Records lehnte die Beatles ab und entschied sich stattdessen für eine andere Band. Der zuständige A&R-Manager soll gesagt haben, die Beatles hätten keine Zukunft im Musikgeschäft. EMI-Produzent George Martin nahm sie kurz darauf unter Vertrag. Was folgte, ist Musikgeschichte.

Persönlichkeit Art des Scheiterns Wendepunkt Späterer Erfolg
J.K. Rowling 12 Verlagsabsagen Bloomsbury-Vertrag 1996 Über 500 Mio. verkaufte Bücher
Steve Jobs Entlassung bei Apple 1985 Rückkehr als CEO 1997 iPhone, iPad, Pixar
Abraham Lincoln Mehrere Wahlniederlagen Präsidentschaftswahl 1860 16. US-Präsident
Colonel Sanders Über 1.000 Absagen für sein Rezept Erster KFC-Franchise-Vertrag Weltweite Fast-Food-Kette
Thomas Edison Tausende gescheiterte Versuche Funktionierender Glühfaden 1879 1.093 US-Patente
Walt Disney Insolvenz, Entlassung Micky Maus 1928 Disney-Imperium

Wie oft verlor Abraham Lincoln Wahlen – und was sonst noch?

Lincoln verlor zwischen 1832 und 1858 mehrere Wahlen auf Bundes- und Staatsebene, erlitt einen Nervenzusammenbruch und verlor enge Angehörige – bevor er 1860 Präsident wurde.

Lincolns Liste der Rückschläge liest sich wie eine Abschreckungsstrategie: Geschäftspleite 1833, Wahlniederlage 1834, Tod seiner Verlobten 1835, Nervenzusammenbruch 1836, Niederlage bei Kongresswahl 1843, bei Senatswahl 1854 und 1858. Wer diese Chronologie liest und dann an 1860 denkt, versteht: Ausdauer ist keine Fähigkeit – es ist eine Haltung.

Wie viele Fehlversuche hatte James Dyson – und was ist Scheitern als Methode?

Dyson entwickelte über 5.127 Prototypen über fünfzehn Jahre, bevor sein Beutellos-Staubsauger funktionierte. Er nannte Scheitern seinen eigentlichen Beruf.

Was Dyson von vielen anderen unterscheidet: Er verfügte über Rücklagen und finanzielle Unterstützung, die ihm diese langen Iterationszyklen ermöglichten. Das ist ein wichtiger Kontext. Scheitern als Methode funktioniert deutlich besser, wenn man nicht sofort Miete zahlen muss. Das ändert nichts am Wert seiner Geschichte – macht sie aber ehrlicher.

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Wie alt war Colonel Sanders als er KFC gründete – und wie viele Absagen bekam er?

Harland Sanders war 62 Jahre alt, als er begann, sein Rezept an Restaurants zu lizenzieren. Er soll über 1.000 Absagen erhalten haben, bevor er den ersten Franchise-Vertrag abschloss.

Sanders Geschichte ist besonders relevant, weil sie das Narrativ vom jugendlichen Gründer durchbricht. Mit 62 hatte er wenig Geld, ein Geheimrezept und einen alten Hühnchen-Kocher. Er fuhr durch die USA und bot Restaurants an, sein Rezept zu nutzen – gegen einen kleinen Anteil pro verkauftem Stück. Die meisten lachten ihn aus. Bis einer es nicht tat.

Vincent van Gogh: Was verkaufte er zu Lebzeiten?

Van Gogh verkaufte zu Lebzeiten nachweislich nur ein einziges Gemälde – „Das rote Weinberg“ – für umgerechnet etwa 400 Francs.

Heute erzielen seine Werke Hunderte Millionen an Auktionen. Van Gogh malte über 2.000 Werke in nur zehn Jahren, lebte von der finanziellen Unterstützung seines Bruders Theo und starb mit 37 Jahren in relativer Anonymität. Was diese Geschichte über Anerkennung lehrt, ist vielleicht das Unbehaglichste: Talent schützt nicht vor Scheitern – manchmal kommt Anerkennung schlicht zu spät.

Welche Tech-Gründer scheiterten früh – was ist mit Bill Gates und Elon Musk?

Bill Gates‘ erstes Unternehmen Traf-O-Data scheiterte früh. Musk verlor die Kontrolle über Zip2 und X.com (PayPal) – bevor Tesla und SpaceX entstanden.

Musk brachte SpaceX bis 2008 an den Rand der Pleite – drei Raketenstarts schlugen fehl. Der vierte Versuch war der letzte, der noch finanzierbar war. Er funktionierte. Tesla stand zur selben Zeit kurz vor der Insolvenz. Beide Unternehmen überlebten innerhalb einer einzigen Woche im Dezember 2008. Das ist kein motivierender Spruch – das ist buchstäbliches Timing.

Was können wir aus dem Scheitern berühmter Menschen lernen?

Vor allem dies: Scheitern ist kein Zustand, sondern ein Prozess – und wer ihn als Rückmeldung statt als Urteil begreift, bleibt handlungsfähig.

Die Gemeinsamkeit aller beschriebenen Persönlichkeiten ist weniger die Art des Scheiterns als der Umgang damit. Keine von ihnen scheint Misserfolg ignoriert zu haben – aber alle haben ihn letztlich nicht als finale Aussage über ihre Person gewertet. Psychologen nennen das Attribution: Wer Scheitern auf externe oder veränderbare Faktoren attribuiert, bleibt resilienter als jemand, der es als Ausdruck eigener Wertlosigkeit versteht.

  1. a) Reflexion statt Reaktion: Die meisten erfolgreichen Persönlichkeiten unternahmen nach einem Scheitern keine impulsiven Schritte, sondern analysierten zuerst.
  2. b) Strukturelle Geduld: Rowling, Lincoln, Sanders – alle akzeptierten, dass zwischen Versuch und Erfolg Jahre liegen können.
  3. c) Neudefinition von Scheitern: Wer Misserfolg als Datenpunkt statt als Urteil begreift, bleibt handlungsfähig.

Gibt es Gemeinsamkeiten im Scheitern aller erfolgreichen Menschen?

Ja: Fast alle hatten eine Phase kompletter Orientierungslosigkeit – und alle fanden danach eine spezifischere, klarere Richtung als zuvor.

Das ist vielleicht der wichtigste strukturelle Befund: Scheitern erzwingt Präzision. Walt Disney verlor Oswald und erfand Micky. Jobs verlor Apple und erfand NeXT – aus dem später das macOS-Fundament wurde. Scheitern räumt auf. Nicht angenehm. Aber gründlich.

Häufige Fragen

Haben wirklich alle erfolgreichen Menschen vorher versagt?

Nicht ausnahmslos – aber die überwiegende Mehrheit bekannter Persönlichkeiten erlebte ernsthafte Rückschläge vor ihrem Durchbruch. Das Muster ist so konsistent, dass es als strukturelles Merkmal von Karrieren gilt, nicht als Zufall.

Wie lange dauerte es durchschnittlich vom Scheitern zum Erfolg?

Das variiert enorm. Bei Rowling dauerte es etwa sieben Jahre vom ersten Konzept bis zur Veröffentlichung. Jobs kehrte nach elf Jahren zurück. Es gibt keine universelle Zeitspanne – nur individuelle Konsequenz.

Was motivierte diese Menschen nach schwerem Scheitern zum Weitermachen?

Häufig: intrinsische Überzeugung von der eigenen Idee, finanzielle Notlage ohne Alternative und – seltener thematisiert – soziale Unterstützung durch einzelne Menschen im Umfeld.

Kann man Resilienz lernen oder ist sie angeboren?

Die Forschung ist eindeutig: Resilienz ist zu einem großen Teil erlernbar. Kognitive Umstrukturierung, soziale Einbindung und gezieltes Selbstwirksamkeitstraining zeigen messbare Wirkung.

Welche Persönlichkeit hatte die meisten Rückschläge vor dem Erfolg?

Lincoln und Dyson gelten als besonders extreme Beispiele. Lincoln über Jahrzehnte politischer Niederlagen, Dyson mit über 5.000 Prototypen. Beide zeigen: Quantität der Versuche korreliert oft mit der Qualität des Ergebnisses.

Was bleibt, wenn man all diese Geschichten nebeneinanderlegt, ist keine Motivationsformel – sondern eine nüchterne Erkenntnis: Scheitern ist der statistische Normalfall auf dem Weg zu etwas Bedeutendem. Einstein, Rowling, Jordan, Lincoln – sie alle hatten Momente, in denen der logischste Schritt gewesen wäre aufzuhören. Sie taten es nicht. Nicht weil sie unerschütterlich waren, sondern weil sie Misserfolg als Teil des Prozesses begriffen, nicht als dessen Ende. Das ist die eigentliche Lektion – und sie lässt sich auf jede Biografie übertragen, auch auf die eigene.

Andrea Müller
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